Nirvana`s

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NIRVANAs Krankengeschichte zur SYRINGOMYELIE:

Ende Mai 2010 waren (im nach hinein betrachtet) schon die ersten Anzeichen der sich andeutenden Krankheit zu beobachten. NIRVANA verweigerte Sprünge, die sie sonst wie selbstverständlich ausführte (z.B. auf unser Bett). Zudem begann sie sich zu kratzen. Zuerst war es eine Stelle zwischen Auge und Ohr (rechts), später dann „wanderte“ die zu bekratzende Stelle eher Richtung Halswirbelsäule – aber immer RECHTS! Anfänglich hatte ich einen Hundefloh in Verdacht, was sich aber nach intensivem Durchsuchen des Fells nicht bestätigte.

Im Juni 2010 mied sie plötzlich ALLE Sprünge und ich stellte sie bei unserer Haustierärztin vor. Bei der Untersuchung zeigte NIRVANA im Hals- und im Lendenwirbelbereich Schmerzen. Wir behandelten sie mit MEDAKAM und sie sollte etwas ruhiger gehalten werden (nur kleine Spaziergänge, nicht rennen, nicht springen etc.). Die Verbesserung ihres Zustandes lies nicht lange auf sich warten, sodass das MEDAKAM schon bald abgesetzt werden konnte.

Mitte Juli 2010 zeigte NIRVANA wieder Schmerzen bei Bewegung und Berührung! Beim Springen „autschte“ sie, bis sie es dann gar nicht mehr tat und Drehungen unterlies sie. Dies ging sogar so weit, dass sie vor mir zurückwich, wenn ich sie heben wollte (es war furchtbar!). Ich stellte sie wieder bei unserer Haustierärztin vor. Wir behandelten wieder mit MEDAKAM und zusätzlich sollte ich NIRVANA bei einem Physiotherapeuten vorstellen. Bereits 2 Tage später bekam ich mit NIRVANA bei einer Tierärztin und Chiropraktikerin einen Termin. Hier wurde das Gangbild analysiert, NIRVANA wurde abgetastet, es wurden einige Blockaden im Lendenwirbelbereich gelöst und zum Abschluss bekam sie noch eine Lichttherapie (eine Akkupunktur schlug ich erst einmal aus). Obwohl nach einer solchen Behandlung mit einer „Erstverschlimmerung“ zu rechnen ist, ging es NIRVANA am folgenden Tag ausgesprochen gut! Zwar bekam sie immer noch MEDAKAM, aber die Behandlung schien ihr sehr gut getan zu haben. Dennoch schonte ich sie auch weiterhin.

In den folgenden Tagen ging es ihr weiterhin richtig gut, allerdings beobachtete ich „Ausfälle in der Hinterhand“! Zuerst dachte ich es sei „Einbildung“, aber dann bat ich Freunde mit geschultem Blick, NIRVANA zu beobachten und sie bestätigten meine Feststellungen. Sie kam mit den „Ausfällen“ gut zurecht und Schmerzen schien sie keine zu haben. Das Kratzen der rechten Halsseite hielt immer noch an, mal mehr-mal weniger. Früher zeigte sie, wenn sie sich streckte die Vorderkörpertiefstellung, danach streckte sie die Hinterbeine einzeln nach hinten - dieses Verhalten zeigte sie nun überhaupt nicht mehr und auch das normale Strecken wurde weniger.

Weiterhin war recht auffällig, leider habe ich hier keinen zeitlichen Zusammenhang mehr, dass sich NIRVANA nun nicht mehr „gerade“ setzte, sondern in die von Junghunden häufig gezeigte „Puppy-Sitz-Stellung“ verfiel (krummer Rücken, unkoordiniert weggestreckte Hinterbeine). Außerdem beleckte sie nun häufiger ihre Vorderläufeund das recht intensiv.

NIRVANA bekam weiterhin MEDAKAM, nun in einer geringeren Menge, wurde auch noch etwas geschont, aber ihr Zustand schien sich zu bessern/stabilisieren. Sie hatte mit den oben aufgeführten Auffälligkeiten keine Probleme und schien auch schmerzfrei zu sein. Jedenfalls war sie wieder lebensfroh und lustig wie vor den ersten Anzeichen einer Erkrankung!

Am 28.07.2010 hatten wir unseren 2.Besuch bei der Chiropraktikerin. Aufgrund der Ausfälle der Hinterhand und der Schmerzen die NIRVANA (bei Untersuchung) im Halswirbelbereich zeigte, wurden hier keine weiteren Blockaden gelöst. Mir wurde ein CT (Computertomographie) der Hals- und Lendenwirbelsäule nahe gelegt.

Nach Absprache mit unserer Haustierärztin fuhr ich mit NIRVANA am 02.08.2010 in die Tierklinik Hofheim zum CT. Nach eingehender Untersuchung in der Tierklink, neurologischen Auffälligkeiten der Vorder- und Hinterläufe und einer Blutentnahme wurde dann ein CT geschrieben. Der hier behandelnde Tierarzt führte mir 3 mögliche Diagnosen an: Borreliose, ein eingeklemmter Nerv im Halswirbelbereich oder eine Arnold-Chiari-ähnliche Erkrankung, welche er mir flüchtig erklärte. Eigentlich wollte ich es gar nicht richtig hören, denn ich dachte immer noch an die harmlosere Variante des eingeklemmten Nerv`s. Neben dem CT wurde mir von dem behandelnden Arzt auch ein MRT in Verbindung mit einer Liquor-Punktion nahegelegt. Eine Punktion der Hirnflüssigkeit wollte ich zu diesem Zeitpunkt, wo es NIRVANA langsam besser ging, auf keinen Fall, da mir das Risiko eines solchen Eingriffes zum momentanen Zeitpunkt einfach zu groß war. Das MRT schlug ich auch erst einmal aus, da ich die Hoffnung hatte, dass das CT zu einem Ergebnis führte.

Das CT , bei welchem die knöchernen Verbindungen der untersuchten Bereiche dargestellt werden, wurde geschrieben (unter Vollnarkose) und es war OHNE BEFUND! – die Narkose wurde von NIRVANA sehr gut vertragen.

Die Ergebnisse der Blutuntersuchungen trafen 2 Tage später bei meiner Haustierärztin ein – NIRVANA hatte KEINE Borreliose!

Nach weiterhin stabilem verbessertem Gesundheitszustand von NIRVANA setzte ich das MEDAKAM am 14.08.2010 gänzlich ab.

Am 18.08.2010 stellte ich sie bei einem Tierarzt-NEUROLOGEN in Wiesbaden vor. Die intensive neurologische Untersuchung ergab: verzögerte Reaktionen der linken Körperseite, Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule (bei Untersuchung), ein sehr individueller Gang der Hinterhand (sehr nett formuliert, wie ich finde!) und ein „Stechschritt“ vorne – Verdachtsdiagnose: Syringomyelie!

Der Neurologe entließ uns mit 2 Optionen: 1. Den Hund genau beobachten und langsam wieder in das normale tägliche Leben mit leichten, dann zu steigernden Arbeitseinheiten, einzufügen o d e r 2. Ein MRT schreiben zu lassen, um endgültige Gewissheit über die Ausprägung der Erkrankung zu bekommen, ggf. in Verbindung mit einer Liquor-Punktion um bei der Hirnflüssigkeit eine Zell-Zählung vornehmen zu können. Mit diesen beiden Optionen fuhr ich nach Hause und besprach mich mit meinem Mann und meiner Haustierärztin.

Ich machte mir die Entscheidung nicht leicht, aber da ich mit NIRVANA arbeiten wollte und sie nicht nur zum „Spaziergehhund deklassieren“ wollte, vereinbarte der Neurologe nach tel. Rücksprache einen Termin zum MRT in der Universitätsklinik in Gießen.

So fuhr ich mit NIRVANA am 26.08.2010 nach Gießen. Nachdem ich auch hier die mir angeratene Liquor-Punktion ausschlug, wurde das MRT der Halswirbelsäule geschrieben und die Verdachtsdiagnose der Syringomyelie BESTÄTIGT! Das MRT wurde natürlich in Vollnarkose gemacht, welche NIRVANA wieder sehr gut vertrug.

Auf dem Weg nach Hause, brachte ich die Aufnahmen des MRT bei unserem Neurologen vorbei und wir verabredeten ein Telefonat für den nächsten Tag.

27.08.2010 NIRVANA hat eineleichte bis mittelschwere Ausprägung des Krankheitsbildes. Es besteht eine gute Chance, dass sich NIRVANAs Zustand auf dem jetzt bestehenden Niveau (schmerzfrei, unsauberer Gang, ab und an Kratzen) einpendelt. Auf Anraten des Neurologen, soll nun langsam wieder mit dem Training begonnen werden, unter genauer Beobachtung des Hundes. Wünschenswert wäre eine vierteljährliche Vorstellung zur neurologischen Untersuchung.

Seither trainiert NIRVANA ihren Traum-Sport AGILITY mit Begeisterung. Hier zeigt sie keinerlei Einschränkungen und Auffälligkeiten.

Die Einschlafgewohnheiten von NIRVANA haben sich allerdings verändert. Schlief sie früher immer eingerollt mit der Nase in der langen Rutenbehaarung vergraben, bevorzugt sie heute eine Schlafposition, in der ihr Kopf erhöht zu liegen kommt.

Am 14.10.2010 hatte NIRVANA einen Syringomyelie-Schub. Sie war mit meinem Mann und den Bernern im Garten. Plötzlich, wie auch dem Nichts fing sie an, am ganzen Körper zu zittern und konnte sich nicht mehr bewegen. Mein Mann brachte sie mir und ich stellte sie auf die Beine. Zuerst war sie noch unsicher, nach ein bisschen „Bespaßung“ erlangte sie ihr Gleichgewicht und das Gefühl für ihre Beine wieder und hörte auch schließlich auf zu zittern. Schmerzen schien sie keine zu haben!

Auffällig ist, dass sie in der Zeit (bis zu 5 Tagen) nach diesem Schub, etwas Schwierigkeiten hat sich zu konzentrieren. Sie ist schneller abgelenkt, ein wenig unsicherer und ihr Gang ist noch ein Stück weit „individueller“.

Am 18.12.2010 wurde sie von unserem jüngsten Berner beim Spaziergang überrannt. Sie kugelte sich 2 x im Schnee und blieb auf der rechten Körperseite liegen, den Kopf überstreckt, mit den rechten Beinen rudernd um wieder auf die Beine zu kommen, was ihr allerdings nicht gelang. Ich nahm sie hoch, NIRVANA bewegte sich nicht, hielt den Kopf weiterhin nach rechts hinten überstreckt und starrte mich mit großen leeren Augen an. Nach etwa 10 Min. waren wir zu Hause, ich versuchte sie auf eine weiche Unterlage zu stellen und sie fiel direkt um. Sie hatte keinerlei Kontrolle/Gefühl für ihre linke Körperhälfte. Auf dem Weg zur TA im Auto musste ich sie loslassen, um mich anzuschnallen und in diesem Moment belastete sie ihren linken Vorderlauf. Wir hielten an und ich stellte sie auf einen Feldweg. Sie konnte sofort wieder laufen und tippelte freudig um mich herum. Wir fuhren wieder nach Hause! Hier angekommen zeigte sie nur noch kleinere Auffälligkeiten, wie das Umknicken der Vorderpfote ohne diese selbstständig sofort wieder zu korrigieren. Dieses Verhalten zeigte sie allerdings nur kurz, dann nicht mehr. Schmerzen konnte ich nicht feststellen.

Seither ist ihr Gang im Laufen recht unschön, aber sie kommt damit zurecht. Außerdem brauchte sie etwa 1 ganze Woche, um konzentrationsmäßig wieder voll da zu sein und ihre kleine Zungenspitze schaut jetzt öfter mal aus ihrem kleinen Mäulchen. Tippt man die Zunge mit dem Finger an, wird die Haltung allerdings sofort korrigiert.

NEU angefügt am 30.01.2011

Im Laufe der folgenden Zeit verbesserte sich NIRVANAs Gangbild immer mehr und auch die Zunge bleibt nun wieder kontrolliert in ihrem Mäulchen. Einzig auf glattem Untergrund, verliert sie schneller den Halt der Hinterhand und rutscht dann (meist links) mit der Pfote weg - versucht dann aber auch schnell wieder Halt zu finden, was ihr bislang immer wieder gelingt.

Am 20.01.2011 waren wir dann zur neurologischen Kontrolluntersuchung bei Herrn Dr.König in Wiesbaden. Alle Reflexe und Bewegungen haben sich seit unserem letzten Besuch deutlich verbessert! NIRVANA wurde sehr gründlich und intensiv untersucht und es konnte sogar eine Schmerzverminderung bei Berührung im Halswirbelbereich festgestellt werden. Herr Dr. König war mit dem Untersuchungsergebnis sehr zufrieden! - und ich natürlich auch!
Für mich war es sehr beruhigend zu erfahren, dass all meine Beobachtungen von Herrn Dr.König bestätigt wurden und ich mit meinen Einschätzungen zu NIRVANAs Gesundheitszustand sehr richtig lag. Für Notfälle, wie oben beschrieben, habe ich ein Notfallmedikament bekommen, welches NIRVANA innerhalb kurzer Zeit helfen soll und auch bei der Regenerationsphase behilflich ist und somit hilft bleibenden Schädigungen vorzubeugen. Es gibt auch mir in Notfällen ein bisschen Sicherheit, aber dennoch hoffe ich, dass es niemals zum Einsatz kommt.

NEU angefügt am 17.07.2011

Am Montag den 06.Juni 2011 stellte ich NIRVANA erneut bei Herrn Dr.König zur neurologischen Untersuchung vor.

In der Zeit seit unserer letzten Untersuchung, kam es zu keinerlei gesundheitsbelastenden Zwischenfällen und unser Notfallmedikament kam NICHT zum Einsatz!

Meine Beobachtungen um NIRVANAs Bewegungsabläufe belegen, dass sich ihr Gesundheitszustand weiterhin stabil zeigt, die Zunge ist wieder besser unter Kontrolle, das Kratzen tritt nur noch sehr selten auf und sogar die Vorderkörpertiefstellung wird von NIRVANA wieder selbstständig gezeigt!

Herr Dr.König war mit meinen Schilderungen und der anschließenden gründlichen Untersuchung sehr zufrieden! Wir verabredeten einen erneuten Vorstellungstermin zur Untersuchung gegen Ende diesen Jahres.

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